Matsch-Spielplatz Nierstein

Matschanlage in Nierstein eingeweiht – FDP-Antrag nach sechs Jahren umgesetzt

Was die FDP-Fraktion Nierstein im Juni 2020 beantragt hatte, ist nun Wirklichkeit geworden: Die neue Matschanlage auf dem Bolzplatz wurde gestern feierlich eröffnet. Die Freude über das Ergebnis mischt sich mit Kritik an der langen Umsetzungsdauer.

Gestern war es so weit: Bürgermeister Jochen Schmitt und Beigeordneter Michael Sander weihten die neue Matschanlage auf dem Niersteiner Bolzplatz offiziell ein. Bereits bei der Eröffnung zeigte sich, dass die Anlage ihren Zweck erfüllt – Kinder nahmen das neue Spielangebot sofort begeistert an und nutzten es intensiv. Damit erhält Nierstein eine weitere Spielstätte, die gezielt auf die Bedürfnisse jüngerer Kinder und Familien ausgerichtet ist.

Vom Antrag zur Umsetzung: Ein langer Weg

Die Matschanlage geht auf einen Antrag der FDP-Fraktion vom 12. Juni 2020 zurück. Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Schmitt hatte damals auf erhebliche Defizite im Niersteiner Spielplatzangebot hingewiesen: Zwar verfüge die Stadt über acht Spielplätze, doch viele davon böten nur ein eingeschränktes und wenig abwechslungsreiches Angebot. Ein explizites Angebot für Kleinkinder fehle im gesamten Stadtgebiet. Die FDP schlug seinerzeit den Bolzplatz als idealen Standort vor – wegen des hohen Grundwasserspiegels, der keine Tiefenbohrung für eine Handpumpe erfordert, und wegen der vorhandenen Freifläche im Südosten des Geländes. Als Vorbilder nannte die Fraktion damals die gut besuchten Matschanlagen in Speyer und Dudenhofen.

Hans-Jürgen Schmitt zeigt sich erfreut, dass der Antrag der FDP nun tatsächlich umgesetzt wurde. Dass zwischen Antragstellung und Einweihung allerdings sechs Jahre vergangen sind, sieht er kritisch.

Lehren für die Kommunalpolitik

So positiv das Ergebnis auch ist – aus Sicht der FDP offenbart das Projekt gleichzeitig strukturelle Schwächen in der kommunalpolitischen Arbeit. Kommunalpolitik sei nicht die Aufgabe einzelner Beigeordneter allein, betont die Fraktion. Die gewählten Vertreter in den Ausschüssen und im Stadtrat könnten und sollten stärker in solche Vorhaben eingebunden werden. Auch die Zeitschiene von sechs Jahren zwischen Antrag und Fertigstellung sei nicht optimal und zeige, dass es bei der Umsetzung kommunaler Projekte in Nierstein erhebliches Verbesserungspotenzial gebe.

Die gestrige Einweihung macht dennoch eines deutlich: Wenn Ideen aus den Fraktionen konsequent verfolgt werden, können sie das Leben in der Stadt konkret verbessern. Die Kinder auf dem Bolzplatz haben das gestern eindrücklich bestätigt.

Link zum Antrag: https://fdp-rhein-selz.de/2020/06/fdp-nierstein-beantragt-matschanlage-auf-dem-bolzplatz/

Matsch-Spielplatz Nierstein

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